Sprich, wenn's wehtut !

Geh ma zur Sache!

Diese Petition war überfällig. Brauchbare Zusammenfassung der GEMA-Thematik von einem (allerdings sehr musik-akademischen) User im dortigen Forum, den ich hiermit zitiere:

In den bisherigen Posts findet sich sehr oft das Argument, nach Jahrhunderten kulturgeschichtlicher Entwicklung gebe es heute im Grunde gar keine wirklich neuen Gedanken mehr, welche überhaupt noch urheberrechtlich schützenswert seien.

Das bedeutet sinngemäß, quasi 100% des Materials der meisten sogenannten Neuschöpfungen seien nichts weiter, als nur die x-trilliardste Neuaufbereitung bereits seit Jahrhunderten überlieferten Gedankenguts.

Dieser Argumentation kann man sich nur schwer entziehen.

Nehmen wir in Sachen Text einmal die Satzbeispiele “I love you”, “You love me”, “If you love me”, “I love her so”. Als zusammenhängende Sätze – also in Anführungszeichen – gegoogelt, bestaunt man dieses:

“I love her so”: 1 Million Ergebnisse
“If you love me”: 1,1 Millionen Ergebnisse
“You love me”: 12,3 Millionen Ergebnisse
“I love you”: 104 Millionen Ergebnisse

Berechtigte Frage:
Was ist an einem banalen Songtext, der sich blubbernd um solche zentralen Sätze rankt, noch schützenswert?

Ehrliche Antwort:
Nichts, aber auch rein gar nichts.

Nehmen wir in Sachen Vertonung das harmonische Gebilde.
Das kann man zwar (Gott sei Dank) nicht googeln Zwinkernd;
braucht man aber auch gar nicht erst.

Von den Kirchentonarten über die Entwicklung zur Dur-/Moll-Tonalität, über uralte Hüte wie den aus der Moll-Subdominante hervorgegangenen neapolitanischen Sextakkord, bis hin zur Blues-Harmonik, ist alles erfunden und spätestens mit Diether de la Motte auch alles beschrieben, was die abendländische Musik in puncto Harmonik hergibt.

Wie sieht es mit der Melodiebildung aus?
Wer kann auch nur ein einziges vielverkauftes “neues” Werk nennen, dessen Melodien nicht aus Tonleiterausschnitten, gebrochenen Dreiklängen u.d.D.m. bestehen;
und welches nicht in einer der 26 gängigen Quintenzirkel-Tonarten komponiert ist, die sich bereits in Bachs “Wohltemperierten Clavier” finden?

Fazit:
Auch daran gibt es nichts mehr zu schützen.

Im Gegenteil, sollte die diesbezügliche Einfältigkeit und Ideenlosigkeit insbesondere der heutigen Unterhaltungsmusik endlich (wenn auch viel zu spät) zum Anlass genommen werden, den Elefantenanteil der sogenannten “Werke” der trivialen Unterhaltungs-”Literatur” grundsätzlich als jene Kopien des Gedankengutes Anderer beim Namen zu nennen, welche sie sind.

Müssten von heute an die Komponisten der U-Musik-Branche, welche ein neues Werk anmelden möchten, beweisen, dass sie eine wirklich neue Idee zu Papier gebracht haben;
dann bräche von jetzt auf gleich die Zahl der Werkanmeldungen um 99,99999999999999% zusammen.

Die GEMA von 2009 hat die ethischen Grundsätze der Gründerzeit-GEMA längst über Bord geworfen.
Es geht nicht mehr um den Schutz von Urheberrechten.

Die GEMA wurde im Laufe der Jahrzehnte, von der Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt, von den einschlägigen Machern der U-Musik-Szene unterwandert. Und deshalb geht es der GEMA von heute einzig und allein nur noch darum, den Millionen Dumpfbacken, welche das System nicht durchschauen, Geld aus der Tasche zu ziehen. Der Irrtum, dem viele Musikfreunde aufgesessen sind, ist der, dass sie glauben, die GEMA-Gebühren, welche für Konzerte erhoben werden, kämen den Autoren zu Gute, deren Werke in dem jeweiligen Konzert aufgeführt werden.
Dem ist nicht so.

Als Unwort des Jahres schlage ich hiermit “GEMA-Verteilungsschlüssel” vor.
Die GEMA-Gebühren wandern in einen großen Topf.
Das meiste Geld aus diesem Topf bekommen diejenigen, welche den größten Umsatz machen.

Wenn also in Konzerten Werke alter (und daher nicht mehr geschützter) Komponisten aufgeführt werden, oder unbekannte Werke eines umsatzschwachen moderne Komponisten;
dann leisten die Zuhörer dieser Konzerte mit ihren GEMA-Gebühren nicht etwa einen Beitrag zum Erhalt unseres Kulturgutes; sondern sie blasen, ohne dass sie davon wissen, über den GEMA-Topf den Top-Machern der Pop-Branche weitere Millionen in den Allerwertesten.

Das ist vergleichbar mit Kassenärzten, welche aus dem Beitrags-Topf der Krankenversicherten ein sündhaft teures “W.A. Mozart”-Hüftgelenk abrechnen, jedoch ein “D. Bohlen”-Billig-Implantat aus Fernost einsetzen, und sich den Gewinn in die eigene Tasche stecken.

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Der Bus ist da!

Der BUS.

12:00 Uhr Ankunft Düsseldorf Kay-und-Lore-Lorentz-Platz
13:00 Uhr Kabarett-Stunde mit Christian Ehring, Martin Maier-Bode,
HG Butzko und Jens Neutag
14:00 Uhr kostenlose Stadtrundfahrt ab Kay-und-Lore-Lorentz-Platz
16:00 Uhr kostenlose Stadrundfahrt ab Kay-und-Lore-Lorentz-Platz
17:00 Uhr (Fr + Sa + So) Filmvorführung im Metrpol: “Religolous”
18:00 Uhr kostenlose Stadtrundfahrt Kay-und-Lore-Lorentz-Platz
19:00 Uhr Filmvorführung im Salon des Amateurs: Die hasserfüllten Augen des Herrn Deschner

Oder auch hier:

Teil 2

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Die Wahl

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Siehe Header weiter oben !

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You can’t fool the children of the evolution!

Zum Darwin-Jahr: SIGN HERE

Info: Hier

SpOn Artikel hier

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Sowas!

Traumdemotransparent

... riefen Hundertausende vor Regierung, Kanzleramt und Reichstag. Die Tagesschau zeigt, wie sich Politiker aller Parteien hastig aus der Republik verabschieden. Claudia Roth bittet die Türkei um Asyl, Steinmeier & Steinbrück fliehen zu Schröder nach Moskau, die CSU wehrt sich noch und führt in Bayern die Monarchie wieder ein und Frau Merkel taucht unter. Dann wache ich auf. Ich hätte nicht diesen Artikel in der FAZ (!) lesen sollen. Oder?

Zitat:

Es ist unklar, welche politischen Kräfte das überstehen werden. Attac hat mit der jahrelangen Kampagne gegen die Zocker an den Finanzmärkten präziser gearbeitet als die im Bundestag vertretenen Parteien. Die müssen schon deutlich machen, dass man sie hinters Licht geführt hat, sonst gibt es keinen Grund mehr, diesen braven Begleitern eines wahnsinnigen Marktgeschehens zu folgen. Die Leute werden sonst dieselben Schlüsse ziehen, die schon die Bürger Argentiniens gezogen haben: „Ihr alle müsst gehen!“ war da der Slogan.

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Y!

Mehr dazu, wie üblich, hier.

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Seit drei Jahren…

All fake

... steht dieses Ensemble. Zu Ehren des berühmtesten französischen Ägyptologen. Und zu Freude aller britischen Touristen, die sich schon weiter südlich wähnen.
Die Frage ist: Wo ?

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C’est chouette, Pat !

Thanks, mate.

Wer oder was wird wohl der nächste Dodo?

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Muhabbet & Taqiyya

Das tut mir wirklich weh:
Nicht nur der grausigste Song seit langem & der debilste Text der Saison. Wenn Esther Schapira bei ihren Behauptungen bleibt ( Und schaut man sich das Ausdrucksvermögen Muhabbets in seinen Texten an, so kann man ihr eigentlich nur Glauben schenken) zeigt Herr Steinmeier deutliche Anzeichen von Indifferenz gegenüber kulturpolitisch wichtigen Fragen. Wahabit Muhabbets lyrische Diarrhoe ist Unterrichtsmaterial an deutschen Schulen (!). Und Steinmeiers Erwiderung auf den Vorwurf, einem (eigentlich auch nur durchschnittlich) fanatischen Deppen ein Forum geboten zu haben ist hohles Blabla.
Kouchner interessiert’s auch nicht wirklich, weil in Frankreich elegantes Gewäsch klaren Aussagen vorgezogen wird. Und seine Sprachkenntnisse des Deutschen wahrscheinlich unter der des Sängers (dessen Name lustigerweise so klingt wie der des Propheten – verschnupft ausgesprochen) angesiedelt sind.

Der Schwachsinn wurde sogar auf die Seite der BUNDESREGIERUNG gestellt. Schekk das.
Isch grusel misch da ganz krass, Alter. Aber escht.
UPDATE: Kontraste berichtet.

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Rotten old Bollocks.

They use the NME.

Official announcement from the Sex Pistols regarding the Rock and Roll Hall of Fame
– February 24th 2006 –

Ab heute wieder live in der Brixton Academy.


Wir sind alt und brauchen das Geld! (Laut Selbstauskunft)

Und hier: Live bei Jay Leno letzte Woche.
Lydon ganz frech ans amerikanische Publikum : “When you´re gonna leave Iraq ?”
Mau, das.

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