Sprich, wenn’s wehtut !

Rest In Peace

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Foto:© Ulli Maier

Gestern verstarb mit 102 Jahren Dr. Albert Hofmann
Ein wacher und verantwortungsbewußter Mensch, durchdrungen von tiefem Humanismus.
Seine Stimme noch einmal:



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Les Partisans

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Die heißeste Phase des Wahlkampfes! Kommunalwahlen in Frankreich. Auch wir wählen hier den Bürgermeister; sind extra angereist deswegen. In unserem 681 Seelen-Dorf ist jede Wahl eine heikle Angelegenheit, denn… jeder kennt jeden und jeder hat mit manchem ein Hühnchen zu rupfen. Paris und Sarkozy sind weit weg, hier geht’s um parteiübergreifende Fehden selbst der Kandidaten EINER Liste. Unterstützer einer Partei, eines Kandidaten oder einer Idee heißt auf französisch: Partisan. Insofern sind alle Franzosen Partisanen… Besonders aber die lebensfrohe Dame auf dem Foto!

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Hallo 2008! (When the shift hits the fan)

via Mario

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Auch 2008 wieder dabei: Der Wahnsinn des Wegschauens.

Heute im Dradio eine Stimme, die messerscharf und luzide (auch hier in Frankreich) durch den Äther drang.
Hinhören

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Back to Black.

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R.I.P.

Klick

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Neulich, vorm TV… (Die Sopranos! )

Der Club der Familie.

...stellte ein Freund folgende Frage:

Inwieweit ist der “Glaube” an einen deutschen Rechtstaat eigentlich berechtigt ?

Italiens Größtes Unternehmen auf Expansionskurs ?
Es geht joint ventures ein, hat eine politische Lobby und ihm wird in Deutschland mit naivem Schweigen begenet.

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Tati auf 100 !

Ich gedenke lieber Jacqes Tati !

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Christus mit Knarre ? … oder: Bevor es Nacht wird

Ausgeträumt !
Ein Bild in einer Galerie in Salvador da Bahia, Brasilien. Aufgenommen im August 2007.

Immer noch nicht in die Welt vorgedrungen: Ernesto “Che” Guevara war alles andere als ein von Humanismus erleuchteter Revolutionär. Die zahlreichen Verklärungen seiner Person und Handlungen haben bei so manchem seiner ehemaligen Weggefährten zu reflexhaftem Dauerkopfschütteln geführt, was wiederum einige das wackelnde Organ gekostet hat. Erst nach vielen Kuba-Besuchen vertraute mir mancher meiner dortigen Freunde an, was von der Regierung der Insel als Blasphemie verurteilt und entsprechend empfindlich bestraft wird: Che war ein homophober Blutsäufer. Als die Revolution ihre ersten Gefangenen machte, befahl Che kurzen Prozess. Als sich ein junger Revolutionär weigerte, nahm Che dessen Waffe und erschoß höchstpersönlich eine Reihe von Leuten (Die Zahlen schwanken zwischen 10-100) ohne jedes vorausgegangene Verfahren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Unschuldige. Da ich dies auch von vielen älteren, ehemaligen Befürwortern der Revolution auf Kuba gehört habe, erscheint der geschilderte Vorfall mir mehr als plausibel.

Kollateralschaden, würden heute nicht nur US-Militärs sagen.

Das steht immerhin in der Wikipedia:

Nach der Einnahme der Festung Havanna sowie des Gefängnisses und der Befreiung der einsitzenden politischen Gefangenen Batistas, diente das Gebäude umgekehrt der Inhaftierung von politischen Gegner der Revolutionäre. Offiziell wurden hauptsächlich Batista-Anhänger und Kooperateure der USA inhaftiert, zudem auch Menschen, welche aus Sicht der neuen Regierung potentielle Gegner darstellen könnten. Che wirkte führend in den Revolutionsgerichten, welche zahlreiche Todesurteile verabschiedeten. 179 Erschießungsopfer dieser Tribunale können als gesichert gelten, Schätzungen gehen von bis zu 2000 Opfern aus.

Guevara richtete in dieser Zeit so genannte Lager für Besserungsarbeit („Guanacahabibes“) ein. In sie sollen nicht nur Dissidenten, sondern auch Homosexuelle geschickt worden sein.

Obgleich Kritik an Che Guevara und seinem Erbe von der politischen Mitte und Rechten stammt, üben auch andere politische Gruppen wie Anarchisten und Libertäre Kritik an seiner Person; sie betrachten Guevera als einen autoritären Stalinisten, dessen Ziel die Schaffung eines bürokratischen stalinistischen Regimes gewesen sei.

Das Weblexikon:

Obwohl oft als “Held” bezeichnet, sehen Gegner von Guevara, besonders Mitglieder der kubanischen Exilgemeinschaft in den USA und Flüchtlinge aus kommunistisch regierten Ländern, ihn als einen Mörder und Terroristen an. Sie verweisen beispielsweise auf seine Freude an der Exekution von Gegnern der kubanischen Revolution und wenden ein, dass er verantwortlich sei für Folter und Tötung tausender Insassen kubanischer Gefängnisse und für den Mord an zahlreichen Kleinbauern in den Regionen, welche seine Guerillatruppen kontrollierten oder aufsuchten. (Álvaro Vargas Llosa, “The Killing Machine: Che Guevara, from Communist Firebrand to Capitalist Brand”, 11 July 2005. Online at the New Republic, veröffentlicht 5 Januar 2006.)Tatsächlich begründete Guevara das kubanische System der Arbeitslager: Er stiftete das erste Arbeitslager in Guanahacabibes zur Umerziehung von Managern staatlicher Betriebe, welche sich der Übertretung oder Missachtung der “revolutionären Ethik” schuldig gemacht hatten. (Samuel Farber, “The Resurrection of Che Guevara”, Summer 1998. William Paterson University online, veröffentlicht 18 Juni 2006.) Das Arbeitslagersystem wurde später (viele Jahre nach Guevaras Tod) verwendet zur Inhaftierung Homosexueller, Regimekritiker und Aids-Infizierter (“gays, dissidents, and AIDS victims.”Paul Berman, “The Cult of Che”, 24 September, 2004. Slate Online, veröffentlicht 18 Juni 2006.)

Auch seine Aussage, er hätte, wenn er in der Kubakrise die Verfügungsgewalt über die Atomraketen gehabt hätte, diese auch abgefeuert, erscheint – nimmt man sie denn ernst – angesichts eines damals nur knapp vermiedenen weltweiten Atomkrieges mit potentiell millionenfachen Opfern unter der Erdbevölkerung befremdlich.

Leider werden solche Tatsachen ausserhalb Kubas oft nur von ewig Gestrigen, Rechten & Reaktionären für ihre Propaganda ans Licht gezogen. Mehr dazu hier.
Zu dieser Mischpoke gehörte er ganz bestimmt nicht: Reinaldo Arenas

Ich empfehle dazu dringend die Lektüre der Bücher von Reinaldo Arenas.

Seltsamerweise werden auch in deutschen Medien 2007 zum 40. Todestag des Argentiniers solche Zusammenhänge kaum erwähnt, bzw. verschwiegen. Che als Fashion-Opium für´s fernsehverblödete Volk ?
Massenpsychologisch trägt die Che-Verehrung natürlich schwerst katholische Züge. Sie wird, interessanterweise nur begrenzt, (Manche Kubaner sagen, Fidel hätte Che nach Bolivien geschickt, damit er ihn nicht selbst ausschalten musste) von einem System gefördert, das 2006 viel von Nationalem Sozialismus spricht. Klingelt da was ?

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Meta-Zitat

Auch wenn’s wehtut (Seit dem 1. August verpflichtend zusammen geschrieben…!)

“Es gibt keine Wirklichkeit mehr, es gibt nur noch verschiedene Ansichten über die Wirklichkeit, basierend auf einem “allgemeinen Gefühlsmangel”, den Hannah Arendt schon bei ihrem ersten “Besuch in Deutschland” im Jahre 1949 festgestellt hat. “Man fühlt sich erdrückt von einer um sich greifenden öffentlichen Dummheit, der man kein korrektes Urteil in den elementarsten Dingen zutrauen kann…”
H. Broder in SPON
100% d’accord. Dessen ungeachtet: Nur weil Broder klug zitiert, schließt ihn das nicht aus.

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Krieg bald wieder machbar.

Vakuum zwischen den Ohren !
©Illustration Mladina, Slowenien.

Vakuum-Bombe ? Hört sich nach Eva Herrmann an, ist aber viel perfider. Aerosolbombe ist präziser, klingt aber nach dem Handwerkszeug für Grafitti-Sprayer. Ich bin immer wieder verblüfft, wieviel Kreativität unsere Spezies im Erfinden von Selbstvernichtungsdingens beweist. Verdunsten, welch schöner Euphemismus.

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