Sprich, wenn’s wehtut !

Bohemian Schnapsidee?

Video: Atombomben-Sequenz in der CT-Sendung Panorama (1:01)

Die tschechische Künstlergruppe Ztohoven hat mit ihrer neuesten Aktion wohl die Toleranzschwelle der Regierenden Dumpfbacken überschritten. Sie hackten sich in die Wettervorhersage des Fernsehens ein und zeigten eine Explosion mit Pilzwolke. Im Riesengebirge. Sah so aus wie man sich eine Mininuke in Anwendung vorstellen kann.
Jetzt warten hohe Geld- oder Freiheitsstrafen auf die Künstler. Auf Youtube war das Video zwischenzeitlich schon verschwunden aber bei der BBC (as seen on TV!) noch nicht! Mehr dazu bei der deutschsprachigen Website tschechien-online.org

Normalerweise sendet CT2 zu dieser Zeit Aufnahmen aus den tschechischen Erholungs- und Urlaubsgebieten, die von den Webcams eines privaten Anbieters eingespeist werden. Statt Bergidylle nebst Wetterprognose sah man kurz vor acht Uhr morgens einen Atompilz, der aus einem Tal im Riesengebirge aufzusteigen schien.

Eine der letzten Aktionen der im ganzen Land bekannten Aktionskünstler gibts hier zu sehen:

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Montag. Ruffmix.

Düsseldorf 2007
Gestern sahen wir in Mönchengladbach ein Restaurant, das mit dem Slogan Rippchen & Shrimps bis zum Abwinken warb. In Gedanken haben wir ganz heftig abgewunken. Wie wir auch bei jedem Laden, der Coffee-to-go anpreist, ans Abhauen denken. Holger hat’s zuende gedacht. Dieser Montagmorgen hat’s in sich. Das Goethe-Gymnasium drei Straßen weiter ist wegen Amok-Drohungen geschlossen. Die Rheinische Post lässt langsam aber sicher OB Erwin fallen.
November/Dezember. Warum bin ich hier ? Und nicht irgendwo in der Wärme ?
Das Wort zum Montag, gelesen bei Rainer:
Ipodioten

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Ob’s was bringt ?

Aufklärung light.

Das Innenministerium NRW hat gestern einen neuen Andi-Comic veröffentlicht. Hier die Pressemitteilung.

Zitat daraus:

Der Comic erzählt, wie Andi, Murat, Ayshe und deren Freunde, die schon im ersten ANDI-Heft mitwirkten, islamistische Parolen im Alltag erleben und damit umgehen. Murat lernt einen Hassprediger kennen, dem es statt um den Islam als Religion um den religiösen Extremismus einer gefährlichen Minderheit geht. Die Geschichte im Comic wird angereichert durch so genannte Bildungseinschübe, mit denen bestimmte Begriffe und Themen vertieft werden: Was ist der Unterschied zwischen Islam und Islamismus? Was bedeutet die Trennung von Staat und Religion? Wie deutet der Islamismus die Scharia? Und wie genau wird der Begriff Jihad auf eine militante Weise missbraucht, die sogar den Terrorismus befürwortet?

Ich finde, die Story könnte ein Vorabendserienschreiber aus dem Papierkorb gerettet haben und die Zeichnungen wirken auf mich wie ein uninspirierter Mix aus Werbe-Storyboard und Manga (Die Augen!).

Testet doch mal die Wirkung auf eure Kinder….
Comic-Download hier

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Christus mit Knarre ? … oder: Bevor es Nacht wird

Ausgeträumt !
Ein Bild in einer Galerie in Salvador da Bahia, Brasilien. Aufgenommen im August 2007.

Immer noch nicht in die Welt vorgedrungen: Ernesto “Che” Guevara war alles andere als ein von Humanismus erleuchteter Revolutionär. Die zahlreichen Verklärungen seiner Person und Handlungen haben bei so manchem seiner ehemaligen Weggefährten zu reflexhaftem Dauerkopfschütteln geführt, was wiederum einige das wackelnde Organ gekostet hat. Erst nach vielen Kuba-Besuchen vertraute mir mancher meiner dortigen Freunde an, was von der Regierung der Insel als Blasphemie verurteilt und entsprechend empfindlich bestraft wird: Che war ein homophober Blutsäufer. Als die Revolution ihre ersten Gefangenen machte, befahl Che kurzen Prozess. Als sich ein junger Revolutionär weigerte, nahm Che dessen Waffe und erschoß höchstpersönlich eine Reihe von Leuten (Die Zahlen schwanken zwischen 10-100) ohne jedes vorausgegangene Verfahren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Unschuldige. Da ich dies auch von vielen älteren, ehemaligen Befürwortern der Revolution auf Kuba gehört habe, erscheint der geschilderte Vorfall mir mehr als plausibel.

Kollateralschaden, würden heute nicht nur US-Militärs sagen.

Das steht immerhin in der Wikipedia:

Nach der Einnahme der Festung Havanna sowie des Gefängnisses und der Befreiung der einsitzenden politischen Gefangenen Batistas, diente das Gebäude umgekehrt der Inhaftierung von politischen Gegner der Revolutionäre. Offiziell wurden hauptsächlich Batista-Anhänger und Kooperateure der USA inhaftiert, zudem auch Menschen, welche aus Sicht der neuen Regierung potentielle Gegner darstellen könnten. Che wirkte führend in den Revolutionsgerichten, welche zahlreiche Todesurteile verabschiedeten. 179 Erschießungsopfer dieser Tribunale können als gesichert gelten, Schätzungen gehen von bis zu 2000 Opfern aus.

Guevara richtete in dieser Zeit so genannte Lager für Besserungsarbeit („Guanacahabibes“) ein. In sie sollen nicht nur Dissidenten, sondern auch Homosexuelle geschickt worden sein.

Obgleich Kritik an Che Guevara und seinem Erbe von der politischen Mitte und Rechten stammt, üben auch andere politische Gruppen wie Anarchisten und Libertäre Kritik an seiner Person; sie betrachten Guevera als einen autoritären Stalinisten, dessen Ziel die Schaffung eines bürokratischen stalinistischen Regimes gewesen sei.

Das Weblexikon:

Obwohl oft als “Held” bezeichnet, sehen Gegner von Guevara, besonders Mitglieder der kubanischen Exilgemeinschaft in den USA und Flüchtlinge aus kommunistisch regierten Ländern, ihn als einen Mörder und Terroristen an. Sie verweisen beispielsweise auf seine Freude an der Exekution von Gegnern der kubanischen Revolution und wenden ein, dass er verantwortlich sei für Folter und Tötung tausender Insassen kubanischer Gefängnisse und für den Mord an zahlreichen Kleinbauern in den Regionen, welche seine Guerillatruppen kontrollierten oder aufsuchten. (Álvaro Vargas Llosa, “The Killing Machine: Che Guevara, from Communist Firebrand to Capitalist Brand”, 11 July 2005. Online at the New Republic, veröffentlicht 5 Januar 2006.)Tatsächlich begründete Guevara das kubanische System der Arbeitslager: Er stiftete das erste Arbeitslager in Guanahacabibes zur Umerziehung von Managern staatlicher Betriebe, welche sich der Übertretung oder Missachtung der “revolutionären Ethik” schuldig gemacht hatten. (Samuel Farber, “The Resurrection of Che Guevara”, Summer 1998. William Paterson University online, veröffentlicht 18 Juni 2006.) Das Arbeitslagersystem wurde später (viele Jahre nach Guevaras Tod) verwendet zur Inhaftierung Homosexueller, Regimekritiker und Aids-Infizierter (“gays, dissidents, and AIDS victims.”Paul Berman, “The Cult of Che”, 24 September, 2004. Slate Online, veröffentlicht 18 Juni 2006.)

Auch seine Aussage, er hätte, wenn er in der Kubakrise die Verfügungsgewalt über die Atomraketen gehabt hätte, diese auch abgefeuert, erscheint – nimmt man sie denn ernst – angesichts eines damals nur knapp vermiedenen weltweiten Atomkrieges mit potentiell millionenfachen Opfern unter der Erdbevölkerung befremdlich.

Leider werden solche Tatsachen ausserhalb Kubas oft nur von ewig Gestrigen, Rechten & Reaktionären für ihre Propaganda ans Licht gezogen. Mehr dazu hier.
Zu dieser Mischpoke gehörte er ganz bestimmt nicht: Reinaldo Arenas

Ich empfehle dazu dringend die Lektüre der Bücher von Reinaldo Arenas.

Seltsamerweise werden auch in deutschen Medien 2007 zum 40. Todestag des Argentiniers solche Zusammenhänge kaum erwähnt, bzw. verschwiegen. Che als Fashion-Opium für´s fernsehverblödete Volk ?
Massenpsychologisch trägt die Che-Verehrung natürlich schwerst katholische Züge. Sie wird, interessanterweise nur begrenzt, (Manche Kubaner sagen, Fidel hätte Che nach Bolivien geschickt, damit er ihn nicht selbst ausschalten musste) von einem System gefördert, das 2006 viel von Nationalem Sozialismus spricht. Klingelt da was ?

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Hey, China ! Hola IOC !

(Liebe Genossen Zensoren: Bitte weitergeben.)
Olympische Spiele nur bei Fallenlassen der burmesischen Generäle !
Das wär doch mal was !

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Meta-Zitat

Auch wenn’s wehtut (Seit dem 1. August verpflichtend zusammen geschrieben…!)

“Es gibt keine Wirklichkeit mehr, es gibt nur noch verschiedene Ansichten über die Wirklichkeit, basierend auf einem “allgemeinen Gefühlsmangel”, den Hannah Arendt schon bei ihrem ersten “Besuch in Deutschland” im Jahre 1949 festgestellt hat. “Man fühlt sich erdrückt von einer um sich greifenden öffentlichen Dummheit, der man kein korrektes Urteil in den elementarsten Dingen zutrauen kann…”
H. Broder in SPON
100% d’accord. Dessen ungeachtet: Nur weil Broder klug zitiert, schließt ihn das nicht aus.

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Chuva da Brasil

bei licht besehen

In einem Internetcafe, dass abends von diversen Zuhaelter-Dreadlocks bevoelkert wird (meninas? cocain? marihuana? etc.) sitze ich gerade (5 Uhr nachmittags!) mit ungefaehr dieser (siehe Bildchen) Aussicht.  Viele junge Italiener sind die Kunden dieses Angebots. Mir hat neulich einer erklaert warum: In Italien und in Resteuropa sowieso sei der Mann ja nix mehr wert. Hier hingegen… Der Typ war Mitte 20 und nicht unansehnlich. Ich glaube ab jetzt fest daran, dass die Maedels in Italien die Schnauze voll von den Machomuttersoehnchen  haben. Glueckwunsch, ragazze !

Das Ganze hier kommt Houellebecqs Vision in Plateforme ziemlich nah.

Da dies in Bahia, dem brasilianischen Bundesstaat mit weltweit (nach Nigeria) groesstem schwarzem Bevoelkerungsanteil weltweit, keine Seltenheit ist, tun sich mir nur Vergleiche mit Cuba, dass einen aehnlichen Hautfarbenmix vorweist, auf. Katholisch-Kapitalistischer Schwachsinn hier, sozialistischer dort – da hilft die fast identische afrikanische  Goetterwelt (Candomblé bzw. Santeria) auch nur wenig.

Ansonsten ist auch hier die Bevoelkerung umso liebenswuerdiger, je weiter sie vom Zentrum Salvador entfernt lebt.  Dazu spaeter mehr. Mit ein paar Scheuklappen mehr, als ich sie besitze, kann man sich hier sicher so wohl fuehlen, dass man dableiben moechte

Gerade hat es wieder geregnet.

 

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China (oder auch Asien) und wir.

Blau=Wir, Rot=China
Schönes Blog und tolle Piktoglamme zum Gloßen Untelschied.
Watch it!

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Der Baum der Wut, USA 2006/2007

This tree gives shadow to whites only.
Foto©whileseated.org/
Heute in der Papierausgabe von Le Monde gelesen und die Augen gerieben. In Jena, Louisiana haben es schwarze Schüler gewagt, sich unter diesen Baum, der für “Whites only” reserviert ist, zu setzen. Daraufhin wurde ihnen Lynchen angedroht. Am anderen Tag hingen drei Schlingen (in den Farben der Schule) an diesem Baum.
Als eben diese schwarze Jugendliche einen Weißen verprügelten, nachdem dieser rassistische Sprüche von sich gab, schlug die Justiz zu. 22 Jahre Haft für den 16jährigen “Haupttäter”. Ein Stoff wie aus einem Südstaaten-Rassismus Thriller mit Sidney Poitier in der Hauptrolle.

Dazu aus verschiedenen Quellen 1, 2, 3

Auch nicht schlecht: Im Staat Missouri sitzt man für’s Tragen von Baggy-Pants 6 Monate im Knast.

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Die Testikel der CIA

For all the world to see...

Die haben echt Eier! Seit ein paar Tagen online: Der Report über die Untaten der CIA. Von den coolen Kerlen der zentralen Intelligenzagentur tatsächlich selbst so betitelt: “family jewels”. Nicht nur ACDC -Fans dürfte die Übersetzung leichtfallen: Hoden, Eier usw. Drehbuchautoren aufgepasst! Von Drogenexperimenten mit arglosen Bürgern bis zu wirklich fantasievollen Morden & Mordversuchen – für jeden was dabei.

Hier nachzulesen & runterzuladen.
Was dazu in SPON.

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