Sprich, wenn's wehtut !

So true.

warTV
© by beattie

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questions d’importance

Warum müssen Krankenhäuser Profit machen?

Warum ist das Essen im Krankenhaus schlecht?

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Genau!


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Rettet Mali!

An alle, die meinen, das geht uns nichts an:

Mali ist die Wiege der modernen Musik. Ein Land voller wunderbarer Musikkultur!
Die Islamisten haben eben dieser Musik den Krieg erklärt!
Und damit auch mir. Und Euch!

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Ecce homo.


Danke an KenFM.

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Never forget.

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Statt Blumen.

Max Goldt, 2007

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Wo bleibt der Scheißesturm?

Assange interviewt in seiner Sendung “The World Tomorrow”auf dem russischen Propagandasender RussiaToday den Hisbollah Chef Nasrallah.

Mit leider eher infantiler Rotzigkeit erklärt uns Julian schon mal präventiv:

“There’s Julian Assange, enemy combatant, traitor, getting into bed with the Kremlin and interviewing terrible radicals from around the world.”

Sollte wohl ein “Scoop” werden.
Und es geht weiter. Auf der Seite zur Sendung kann mann schonmal alle passenden Beschimpfungen (sein Lieblingswort:”SMEARS”) durchnummeriert zwecks Tweet kopieren…
Voila

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The heartless are leading the brainless.

London calling …!

Die Nummer für Olympia. What a joke!

Jetzt muss sich das Ex-Empire mal wieder mit der Brut herumschlagen, die ein System, das so gut wie nichts mehr produziert, (außer Finanzdienstleistungen, von denen nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung profitiert), das Bildung, medizinische Versorgung eindampft (privatisiert…nur ein kleiner Teil profitiert) das selbstvergessen immer neuen Krisen entgegen schlingert – erst herangezogen hat. Die Probleme sind eine Zuspitzung eines Prozesses, der vor 250 Jahren mit der Industrialisierung begann. (Vergl. John Darwin Der imperiale Traum )
Dazu an anderer Stelle mehr.

Mir ist von 2009 auch eine Szene lebendig im Gedächtnis geblieben, ein Phänomen, das mir ziemlich zu denken gab. Samstag abends in der Düsseldorfer Altstadt. Düsseldorf, eine der reichsten Städte dieses Planeten, mit guter Infrastruktur, relativ wenig sozialem Zündstoff.

Ich verlasse gegen 1 Uhr eine Kneipe und sehe, wie sich 200 Jugendliche, Mädchen & Jungen, zwischen 15 und 18, gut angezogen, kein Lumpenproletariat, mit der Polizei eine Straßenschlacht liefern. Just for fun, scheint es. Die Polizei bleibt passiv. Flaschen, Steine werden geworfen und neben mir versucht ein Mächen eine brennende Zigarette hinter das Visier eines Polizisten zu schnippen. Kein Hauch von politisch motiviertem Aufstand. Einfach Gewalt als Adrenalinspritze.
Nichts wie weg, dachte ich.
In der lokalen Zeitung vom Montag wird es als unüblich große, aber doch gewöhnliche Altstadtrandale verkauft. Das war es für mich auf keinen Fall. Besoffen wirkte kaum einer der Teenager.

Ich hatte Ähnliches schon in London beim (besser: kurz nach) dem Notting Hill Carnival erlebt. Auch in Frankreich, wo ich die Hälfte meiner Zeit verbringe, ist die stumpfe, bestialisch anmutende Gewalt teilweise sehr junger Jugendlicher nichts Neues. Der Versuch, dies alles einfach mit gesellschaftlicher Benachteiligung zu erklären greift zu kurz und verleitet dazu, an den Symptomen dieser Exzesse herumzudoktern.

Ich denke, entgegen so mancher Sondierung, dass in Deutschland die “Klassenunterschiede” bei weitem nicht so gravierend sind wie in Großbritannien oder Frankreich. Aber diesen Weg schlagen auch wir ein.

Und so verstärken sich die Antagonismen weiter: England ist das kameratechnisch bestüberwachte Land Europas. Was “Sicherheit” bringen soll, beschneidet die Freiheit. Und das Recht am eigenen Bild. Gesichtserkennungs-Software ist inzwischen erschreckend effektiv. Man wird viele Randalierer verhaften können. Es wird noch mehr Sicherheitstechnik aufgefahren. Der Mob reißt das alles beim nächsten Mal ab. Und so weiter. Wo endet die Spirale? Keine Ahnung, mir fällt nichts Beruhigendes ein. Es scheint einen Zivilisations-Peak zu geben, der in Europa (synchron mit dem “Peak” unserer Art zu wirtschaften) überschritten ist. Wird Zeit, dass die Maschinen übernehmen.

“The same people you use on your way up… you might need them on your way down.” (Louis Tillet)

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Die Schule der Diktatoren, reloaded.

Erich Kästner 1956 über sein Stück “Die Schule der Diktatoren”

Dieses Buch ist ein Theaterstück, und zwar, wollte man es etikettieren, eine Haupt- und Staatsaktion. Eine blutig burleske Diktatur wird durch eine tugendhafte Rebellion beseitigt. Dann wird der Rebell ermordet, und die nächste Diktatur etabliert sich. Er war für sie nur das Vehikel. Er war ihr Trojanischer Esel. – Zwei Regierungen waren gestürzt, und beide nach den klassischen Regeln des Staatsstreichs. Doch zu den alten gesellen sich neue Methoden. Auch der Bürgerkrieg kennt moderne Waffen. Sprach früher ein Tribun zu fünftausend Männern, so sprach er zu fünftausend Männern. Spricht er heute zu zehn Millionen, so spricht er entweder zu zehn Millionen oder, wenn in der Tonkabine an einem Kopf gedreht wird, zu niemandem. Er ist besiegt und weiß es nicht. Er glaubt zu leben und ist tot.
    Die Technik des Statsstreichs hat mit dem Staatsstreich der Technik zu rechnen.
Dieses Buch ist ein Theaterstück und hat ein Anliegen. Der Plan ist zwanzig Jahre alt, das Anliegen älter und das Thema, leider, nicht veraltet. Es gibt chronische Aktualitäten.

Von diesem klarsichtigen Autor wurden übrigens bekannterweise im 3.Reich Bücher verbrannt. Weniger bekannt ist:
1965 fand in Düsseldorf eine weitere Bücherverbrennung seiner Werke statt – organisiert vom “Evangelischen Jugendbund für entschiedenes Christentum”.

Ein ewiges TRUISM: Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Dikatur auf.
Für erhellendes LESEN, auch unsere Gegenwart 2011 betreffend, empfehle ich Das grosse Erich Kästner Buch

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