Filmtipp für Leute mit Zeitmaschine
Denn er lief schon im August 2006 und gestern abend…
Ein deutscher Terrorist. Die Geschichte des Hans-Joachim Klein.
Bei Wiederholung vormerken. Für solche filmischen Arbeiten zahle ich gerne GEZ.
Besonders erhellend fand ich den Moment im Film, als Klein beschrieb, warum er ausgestiegen ist. Die RZ planten die Ermordung von Heinz Gallinsky und anderen politisch aktiven Juden in Deutschland. Da ist der Groschen dann doch gefallen und ihm wurde klar, dass es so etwas wie Linksfaschismus gibt und der nicht mehr nur latente Antisemitismus der deutschen Linken unübersehbar Paralellen in der finsteren Vergangenheit hatte, gegen deren Vertreter sein politischer Kampf eigentlich gerichtet war. Als er zudem durchschaute, dass seine Terrortruppe nichts als Marionetten Gadaffis waren, war der Bruch mit Leuten wie Johannes Weinrich und Carlos auch innerlich nachvollzogen.
Ein spannender, aufklärerischer Film eines holländischen Filmemachers über einen einfachen Automechaniker, der zum Terroristen wurde – und aus den besten Motiven (die es dafür gibt) bereut hat und durch seinen Verrat Menschen das Leben gerettet hat.
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