Sprich, wenn’s wehtut !

The Lack Of Glamour & Danger

Chicago am Rhein !
Photo: Spiegel-Online.

Die Kriminalitätsstatistik 2006

Ich lebe (zeitweilig) in der zweitgefährlichsten Stadt Deutschlands. (In der WDR-Lokalzeit Düsseldorf gestern hieß es noch DRITTGEFÄRLICHSTE)
Wau !

Elvis Costello schrieb 1989 folgende Verse in seinem Stück “Chewing Gum” vom Album “Spike”

He´s away on a business trip, in Düsseldorf, but she’s becoming immune
To the lack of glamour and danger in a West-German city today
The nearest she comes to the “Dynasty” he promised her is a Chinese takeaway -

Und nun das. Bis vor Kurzem galt D-dorf doch als lebenswerteste Stadt des Universums. Im globalen Städteranking auf Platz 1 in punkto Lebensqualität ! (Gugelt noch mal danach… !)
Erwin war stolz wie Oskar. Er wird aber sicher was Gutes an der Sache finden:

Wahrscheinlich ist Düsseldorf jetzt auch endlich wieder glamourös ...

Man beachte auch den Sozialbericht, der heute vorgestellt wird.

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Kommentare

  1. Den WDR-Sozialberichtsartikel finde ich schon seltsam; befremdend. Erstens bleibt meiner 4 und nicht dreiköpfigen Familie genauso”viel” Geld im Monat nach Abzug der Miete übrig, nur mit dem Unterschied, daß ich arbeite, > 40 h/Woche ohne Urlaubsgeld, ohne Weihnachtsgeld, ohne bezahlte Überstunden und mit mehr als 30 verzichteten Urlaubstagen. Und zweitens kann ich diese Klischeeschreibe einfach nicht mehr lesen. Aufs Geld achten müssen, aber Zigaretten, Premiere und Handy, noch Fragen? Quintessenz: Arbeiten lohnt sich nicht. Der Punkt ist nicht, daß Arbeitslose zu viel Geld bekämen, sondern in Arbeit stehende zu wenig.

  2. marc

    Eben. Du findest dasselbe seltsam wie ich. Nur liest sich das jetzt, (fast) dekontextualsiert irgendwie seltsam. Aber… damit müssen wir leben. ;-)

  3. Einen Artikel bis zum Ende zu lesen kann gelegentlich über den sensationellen Schrecken des Anfangs hinweghelfen. In dem von Dir angeführten SpOn-Text heißt es am Schluss:
    “Den größten Sprung in der Rangliste der am stärksten belasteten Großstädte machte Düsseldorf – von Platz fünf auf Rang zwei. Auf 574.514 Einwohner kamen im vergangenen Jahr 87 216 Straftaten, acht Prozent mehr als 2005. Die Polizei begründet dies mit einem großen Anlagebetrugsverfahren aus den Jahren 1999 bis 2003. Allein daraus ergaben sich 6468 Fälle. Entgegen dem Trend ging in Düsseldorf der Anteil der Straftäter unter 21 Jahre um zwei Prozent zurück.”
    Das war Informationsreduktion – böse gesagt – im Stile von Kai Diekmanns Verblödungsmaschine, aber die Sensation funktioniert halt irgendwie so schön. ;-)

  4. marc

    Hey – eben genau dies ist das Thema des Beitrags (siehe HL) Willst Du mich missverstehen ???

  5. Tschuldige mal, aber Du schriebst (ohne eine Andeutung von Ironie): “Ich lebe (zeitweilig) in der zweitgefährlichsten Stadt Deutschlands.” Und wenn man die 6468 Fälle von Anlagebetrug (von denen sich Menschen, die über kein nennenswertes Vermögen verfügen, wohl kaum betroffen fühlen) abzieht, relativiert sich das alles wieder ein bisschen. Was gibt es da misszuverstehen?

  6. marc

    IRONIEKEULE ! Chicago am Rhein, Spiegel zitieren & verlinken,
    “Wau” sagen, Costello, was brauchts noch ?

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