Sprich, wenn’s wehtut !

Januar 1970, Deutschland. Kurz nach der “Revolution”

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Plumper, dämlicher und B-zeitungsmäßig spekulativer als in den Zeilen (auf’s Foto klicken) auf diesem Cover eines eher unbekannten Männermagzins (Ausgabe Januar 1970) wurden Serge & Jane kaum irgendwo in Europa beschrieben. Diese Lesart gehört zu den Dingen, die mir die widerliche Seite Deutschlands auch noch im Nachhinein ( habe das Heft erst neulich auf dem Flohmarkt gefunden- man beachte den grauen Scham-Streifen am unteren Bildrand) ins Bewusstsein prügeln. Heute gibt es diese pseudo-naive Dumpfbacken-Schreibe potenziert. Um ein Vielfaches. Die Dosis hat sich erhöht. Diesen Typen – Werbetexter & Lifestyle-Journalisten – würde ich in meiner wiedergeborenen Version als Robespierre nicht die schnelle Version der Entleibung – Guillotine gönnen, sondern …

Kein Wunder, dass hier eher eine ehemalige Journalistin und ein ehemaliger Werbetexter die Headlines und die Fahndungsplakate in dieser Zeit bestimmten.

Heute halten gepiercte Jugendliche mit Arschgeweih und Schamrasur den Internet-Porno-Style aus US-Produktion für eine erotische Offenbarung. Überall.

Erotik war nie eine Kunst der Deutschen und das scheint auch so zu bleiben.

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Kommentare

  1. So ist das alles. Aber wie Herr Baader und Frau Meinhof zeigen, kann ja aus bereits gescheiterten Existenzen noch was werden. Ich, als noch schreibender Werbetexter, würde übrigens vor dem wiedererstandenen Comité de salut public als Entschuldigung für den konterrevolutionären Broterwerb nur schweigend auf meine weinenden Kinder zeigen – auch wenn das nichts nützen würde. Oder, irre ich mich, haben Sie ein Herz, Marcximilien? ;-)

  2. marc

    Der erste Kandidat für den Wohlfahrtsausschuss, Kai Diekmann, würde sicher auch an das Herz appellieren, also … no mercy !
    ;-)

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