Cap’ Trad
Gestern in Wimille , einem Dorf in der Nähe, die Band Cap’Trad gesehen. Die Jungs versuchen, die traditionelle Musik der nördlichen Regionen Frankreichs mit cinematographisch wirkendem Jazz zu verknüpfen und so zu bewahren. Die karnevaleske Seite (Dünkirchen), die folkloristische (Bretagne, Normandie) und die Shanty-artigen Lieder der Fischer des Boulonais (Pas-de-Calais) sowie der Sound des benachbarten Belgien, durchwürzt mit Stories und Witzen. Das Publikum, die Dorfbourgeoisie, applaudierte brav im relativ neuen Saal der Mairie. Eigentlich sollte das Ganze draussen, im gepflegten Park des Rathauses stattfinden, aber… siehe vorigen Beitrag. Da natürlich Rauchen verboten und Trinken nicht stattfindet, war die Atmosphäre sehr weit entfernt von den populären Roots dieser Musik. Wenn das so weitergeht, bleibt dem Volk auch in Frankreich nichts als die verblödenden Klänge (StarAc) der Medienindustrie und der Bürger konsumiert gepflegt ehemals Volkstümliches. Beeeerrrrk !
Tag: société général | Abgelegt in Allgemein, société généralTempête, tant pis …

Alle 30 Minuten wechselt die Farbe des Himmels. Nur der Wind bleibt bei 5-6 Beaufort. Das kachelt.
Tag: In Bewegung | Abgelegt in Allgemein, In BewegungReisen macht frisch
In Italien unterwegs, kommen Don Alfonso erstaunlich klare Einsichten ...
Tags: société général, strange world | Abgelegt in AllgemeinSalam Maghreb
Cheikha Rimitti ist tot.
Die Grande Dame, die Königin, das Monument des Raï verstarb mit 83 Jahren am Montag in Paris an Herzversagen. Sie gehörte zu den Frauen der islamischen Welt, die sich nicht kleinkriegen lassen.
Seit den 50ern sang sie über Liebe und Sex, über soziale Probleme und beschied frömmelnden Kritikern, dass jedes Radio einen Knopf zum Abstellen hat. Und dass eben mancher lieber ins Bistro geht als in die Moschee. Ihre Musik gehörte zu den kraftvollsten Klängen der Moderne. Gut 35 Alben, 400 Kassetten und 55 Schellackplatten (!) hat die aus Bouni (Region Oran) in Algerien stammende Rimitti veröffentlicht. Unter anderem mit Klaus Flouride von den Dead Kennedys und dem Red-Hot-Chili-Peppers-Bassisten Flea. Ihr letztes Album “N’Ta Goudami” ist gerade erst erschienen.
Letzten Samstag gab sie noch ein Konzert mit Khaled und war laut französischer Presse in “pleine forme”. Der Minister für Kultur , Renaud Donnedieu de Vabres, schrieb in einer Hommage an die Künstlerin:
“Avec la disparition de Cheïkha Rimitti, nous perdons la doyenne du raï, une voix fascinante, une femme libre, rebelle, souvent provocante, dont l’oeuvre était profondément marquée par une vie qui fut souvent très difficile, particulièrement dans son enfance et sa jeunesse. Cheïkha Rimitti demeurait la référence absolue pour toute cette génération de chanteurs algériens qui, il y a quelques années, ont contribué à faire découvrir le raï à de nouveaux publics, en France, mais aussi dans le monde entier”.
Wer sie jemals live gesehen hat, weiß was ein unglaublich kraftvoller Sound einer ebenso kraftvollen Frau mit jeglichen Ressentiments macht. Lustvolles Zerschmettern, würde ich sagen ….
Wer Webradio hört, sollte Radio Nova , den nach wie vor besten Sender Frankreichs checken, hier gibt´s die Woche lang Musik & Interviews von & mit Rimitti.
Presse:
Only two months after the death of Malian guitarist Ali Farka Touré, another musical giant of the African continent has passed away.
(mondomix.com)
Nouvel Obs
Jeuneafrique
Tagesanzeiger
Musik
Alben
Hilfe!!!: Lüpertz am Klavier
Der junge Wilde ist schon länger in die Jahre gekommen. Da kann er ja jetzt ein bischen rumjazzen und so tun als wäre er Thelonius Monk. Die Fingerstellung auf dem Foto lässt allerdings nichts Gutes erahnen. Die wildromantische Mixtur musikalischer Emotionen wird sich auf modales Rumgedudel mit weissen Tasten beschränken. Dass dieser Mann uns seine Freizeitbeschäftigung als zeitgenössische Jazzmusik mit künstlerischem Anspruch verkaufen will zeugt von einer unbeschreiblichen Ignoranz und Selbstüberschätzung. Da helfen auch keine Mitmusiker, die sich in manchen Fachkreisen zwar eine lobenswerte Anerkennung erspielt haben, aber offensichtlich vor nichts zurückschrecken um auch dabei zu sein. Darüberhinaus bleibt das “Jazzereignis” unter den Schirmherrschaften Doldinger und Erwin natürlich ein Grund an diesem Wochenende das Weite zu suchen.
Tag: thilo | Abgelegt in Allgemeinche cazzo fai ?
Mamma mia, Gianni C. – musste das sein ?
Nachtrag:
Das haste jetzt davon !
Und wir den Ärger mit den Leuten, die immer wieder die Nazi-übergriffe herunterspielen.
Jetzt hat der Heye auch noch seine absolut korrekte Einschätzung der Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland zurückgezogen.
Hat den keiner mehr cojones hierzulande ?
back in the wild
WM und das Veranstaltungsverbot in Düsseldorf
Nachdem bisher nun doch noch keine Keine Prostituierten- Schilder in Düsseldorf zu finden sind bleibt es weiter im Unklaren wie Düsseldorf sich während der WeltmeisterschaftimFussball verhalten wird. Das inoffizielle Veranstaltungsverbot für Düsseldorf von Bürgermeister Erwin trägt auf jeden Fall Früchte. Hier wird nichts los sein. Für die anderen Städte NRWs hat der ehemalige Popkomm-Scout Uli Großmaas unter dem Namen NRWM , ein Musikfestival herbeigezaubert, das in Ermangelung des Geldes zwar nur mit einer zweiten Garde aufwartet aber dafür eine Party für alle, gratis und mit Großbildleinwänden bietet.:::: Da kann ja die Kultur sich freuen.
Tag: thilo | Abgelegt in Allgemein
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