Seit drei Jahren…
... steht dieses Ensemble. Zu Ehren des berühmtesten französischen Ägyptologen. Und zu Freude aller britischen Touristen, die sich schon weiter südlich wähnen.
Die Frage ist: Wo ?
Sprich, wenn’s wehtut !
... steht dieses Ensemble. Zu Ehren des berühmtesten französischen Ägyptologen. Und zu Freude aller britischen Touristen, die sich schon weiter südlich wähnen.
Die Frage ist: Wo ?
“Lichtschalter im Vatikan” gemailt von P. aus K.
Tags: augenpeitschen, longtail, strange-world | Abgelegt in augenpeitschenUPDATE: Eine kulturwissenschaftliche Analyse dazu gibt’s hier!
Tags: augenpeitschen, biz, leibliches, société général, vanity, verblödung | Abgelegt in augenpeitschen, biz, société généralHier mal was Profundes zum Umgang mit Armut in Industriestaaten.
Der Kulturkanal und die Die Wiederkehr des Klassenbewusstseins als Vorurteil.
Lesen!
Zitat :
Wenn ich auf die Straße schaue, sehe ich zwanzig, fünfundzwanzig Prozent Menschen, die sich damit abgefunden haben, dass sie vom Staat leben und auch in Zukunft leben werden. Fünfzehn Prozent sind oben, die werden bald gehen und sich in Sicherheit bringen. Und die Mehrheit in der Mitte, die bildet den am stärksten gebeutelten, ausgebeuteten Teil des Volks. Sie werden vom Staat gejagt, aus purer Not, weil die Politiker Geld brauchen, um ihre sozialen Versprechungen zu halten.” Das ist der Sound des Klassismus. Allerdings hat das kein Journalist geschrieben, sondern der Maler Markus Lüpertz gesagt (in der Zeit vom 22. Juni 2006). Künstler sind Künstler.An ihr Denken sollte man keine zu hohen Ansprüche stellen. Der Maler weiß nicht, dass der weitaus größte Teil staatliche Transferleistungen keineswegs von den Mittelschichten nach unten fließt, sondern innerhalb der Mittelschichten hin- und hergeschoben wird.
Nochwas dazu: Don Aphons und Deutsche Sitten
Tags: augenpeitschen, menschenpark, protest, société général, strange-world | Abgelegt in augenpeitschen, société généralHier was für Freunde der Wissenschaft: Die DNA des Partners als Halskette.
Tags: augenpeitschen, Glaskugel, menschenpark, science-friction, trouvailles | Abgelegt in Allgemein
Gestern sahen wir in Mönchengladbach ein Restaurant, das mit dem Slogan Rippchen & Shrimps bis zum Abwinken warb. In Gedanken haben wir ganz heftig abgewunken. Wie wir auch bei jedem Laden, der Coffee-to-go anpreist, ans Abhauen denken. Holger hat’s zuende gedacht. Dieser Montagmorgen hat’s in sich. Das Goethe-Gymnasium drei Straßen weiter ist wegen Amok-Drohungen geschlossen. Die Rheinische Post lässt langsam aber sicher OB Erwin fallen.
November/Dezember. Warum bin ich hier ? Und nicht irgendwo in der Wärme ?
Das Wort zum Montag, gelesen bei Rainer:
Ipodioten

Freitag. Im Damen & Herren gewesen. Die Kasse machte Taschenlampe. Die Fotos der Wollf (zu sehen mit Tanja Tarantel links im Bild). Der Sound: Sergejwitsch meets Hähle. Die Ankündigung:
elektonische musik und poesie |
einflüsse : kraftwerk, massive attack, portishead, usw…
ernsthaft wie verspielt werden poetische texte, manchmal krachende oder eingängige loops mit übereinandergeschichteten sounds eines theremins kombiniert.
reinhören?
Von den Einflüssen war nix zu spüren. Wahrscheinlich geben das inzwischen alle uninspiriert dahin klimpernden/dichtenden Kombos an. Die Dame am Theremin entlockte dem Instrument lediglich sowas wie “Radio Static” – dazu braucht’s das Teil nun wirklich nicht. Der Dichter hätte unter Poetry-Slam-Bedingungen wahrscheinlich nach 2 Minuten das Feld geräumt. Grausig. Immerhin ertrugen ca. 25 Leute tapfer etwas, was in Berlin wahrscheinlich nur im engsten Freundeskreis praktiziert wird. Die Sounds vom Laptop dazu waren ebenfalls von gepflegter Einfallslosigkeit. Das ist also “elek-tonische” Musik. Falsch be- und geschrieben.
Nach 4 Stücken haben wir´s nicht mehr ausgehalten und sind in einer Bar in Bahnhofsnähe gelandet, “Ellington” der Name, in der ein paar kubanische Musiker (1a – Klischee: Guayabera und Puros!) die abgenudelten Son-Evergreens, hierzulande hauptsächlich vom Buena Vista Socia Club bekannt, zum Besten gaben. Seltsamerweise war hier ein Kraftwerker anwesend. Ansonsten: Schlechter Service, mässige Drinks und… ay candela !Laune im Keller – ab ins Café de Paris. Hier rettete ein fähiger Barmann den Abend. Bis in den Morgen stellte ich mir die Frage: Warum überhaupt noch ausgehen im Dorf ?
Tags: augenpeitschen, In Bewegung, ohrensausen, sfx | Abgelegt in In Bewegung, sfxDeutschland, 2007.
Der Rauswurf bei Kerner …
Eva: “Ich habe mich ein…hellig damit auseinandergesetzt…”
“Ein Boulevard-Skandal, also unwichtig.!”
Maxim Biller dazu am 11.10 im WDR.
Ich habe gestern abend natürlich NICHT “Der Wurstverkäufer und der Zickenkrieg” gesehen, sondern den sehr empfehlenswerten Dokumentarfilm “Für Gott, Zar und Vaterland (Der Wert der Demokratie)”. Wird heute um 00.05 (!) im MDR wiederholt. UPDATE:
(Wer sich für Russland interessiert- Hier gibt´s den Film online !)
Heute morgen, beim Gassigehen, starrte mich allerdings Eva von den üblichen Titeln im Kioskständer an. 4 mal B**D & 2 Express. Sonst immer nur jeweils einmal. Der türkische Kioskverkäufer weiß, was geht ! Ebenso WELT-Online, wo die Kommentare ein deutliches Bild vom allgemeinen Bewußseinszustand zeichnen. Au weia.

Ein Bild in einer Galerie in Salvador da Bahia, Brasilien. Aufgenommen im August 2007.
Immer noch nicht in die Welt vorgedrungen: Ernesto “Che” Guevara war alles andere als ein von Humanismus erleuchteter Revolutionär. Die zahlreichen Verklärungen seiner Person und Handlungen haben bei so manchem seiner ehemaligen Weggefährten zu reflexhaftem Dauerkopfschütteln geführt, was wiederum einige das wackelnde Organ gekostet hat. Erst nach vielen Kuba-Besuchen vertraute mir mancher meiner dortigen Freunde an, was von der Regierung der Insel als Blasphemie verurteilt und entsprechend empfindlich bestraft wird: Che war ein homophober Blutsäufer. Als die Revolution ihre ersten Gefangenen machte, befahl Che kurzen Prozess. Als sich ein junger Revolutionär weigerte, nahm Che dessen Waffe und erschoß höchstpersönlich eine Reihe von Leuten (Die Zahlen schwanken zwischen 10-100) ohne jedes vorausgegangene Verfahren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Unschuldige. Da ich dies auch von vielen älteren, ehemaligen Befürwortern der Revolution auf Kuba gehört habe, erscheint der geschilderte Vorfall mir mehr als plausibel.
Kollateralschaden, würden heute nicht nur US-Militärs sagen.Das steht immerhin in der Wikipedia:
Nach der Einnahme der Festung Havanna sowie des Gefängnisses und der Befreiung der einsitzenden politischen Gefangenen Batistas, diente das Gebäude umgekehrt der Inhaftierung von politischen Gegner der Revolutionäre. Offiziell wurden hauptsächlich Batista-Anhänger und Kooperateure der USA inhaftiert, zudem auch Menschen, welche aus Sicht der neuen Regierung potentielle Gegner darstellen könnten. Che wirkte führend in den Revolutionsgerichten, welche zahlreiche Todesurteile verabschiedeten. 179 Erschießungsopfer dieser Tribunale können als gesichert gelten, Schätzungen gehen von bis zu 2000 Opfern aus.Guevara richtete in dieser Zeit so genannte Lager für Besserungsarbeit („Guanacahabibes“) ein. In sie sollen nicht nur Dissidenten, sondern auch Homosexuelle geschickt worden sein.
Obgleich Kritik an Che Guevara und seinem Erbe von der politischen Mitte und Rechten stammt, üben auch andere politische Gruppen wie Anarchisten und Libertäre Kritik an seiner Person; sie betrachten Guevera als einen autoritären Stalinisten, dessen Ziel die Schaffung eines bürokratischen stalinistischen Regimes gewesen sei.
Das Weblexikon:
Obwohl oft als “Held” bezeichnet, sehen Gegner von Guevara, besonders Mitglieder der kubanischen Exilgemeinschaft in den USA und Flüchtlinge aus kommunistisch regierten Ländern, ihn als einen Mörder und Terroristen an. Sie verweisen beispielsweise auf seine Freude an der Exekution von Gegnern der kubanischen Revolution und wenden ein, dass er verantwortlich sei für Folter und Tötung tausender Insassen kubanischer Gefängnisse und für den Mord an zahlreichen Kleinbauern in den Regionen, welche seine Guerillatruppen kontrollierten oder aufsuchten. (Álvaro Vargas Llosa, “The Killing Machine: Che Guevara, from Communist Firebrand to Capitalist Brand”, 11 July 2005. Online at the New Republic, veröffentlicht 5 Januar 2006.)Tatsächlich begründete Guevara das kubanische System der Arbeitslager: Er stiftete das erste Arbeitslager in Guanahacabibes zur Umerziehung von Managern staatlicher Betriebe, welche sich der Übertretung oder Missachtung der “revolutionären Ethik” schuldig gemacht hatten. (Samuel Farber, “The Resurrection of Che Guevara”, Summer 1998. William Paterson University online, veröffentlicht 18 Juni 2006.) Das Arbeitslagersystem wurde später (viele Jahre nach Guevaras Tod) verwendet zur Inhaftierung Homosexueller, Regimekritiker und Aids-Infizierter (“gays, dissidents, and AIDS victims.”Paul Berman, “The Cult of Che”, 24 September, 2004. Slate Online, veröffentlicht 18 Juni 2006.)Auch seine Aussage, er hätte, wenn er in der Kubakrise die Verfügungsgewalt über die Atomraketen gehabt hätte, diese auch abgefeuert, erscheint – nimmt man sie denn ernst – angesichts eines damals nur knapp vermiedenen weltweiten Atomkrieges mit potentiell millionenfachen Opfern unter der Erdbevölkerung befremdlich.
Leider werden solche Tatsachen ausserhalb Kubas oft nur von ewig Gestrigen, Rechten & Reaktionären für ihre Propaganda ans Licht gezogen. Mehr dazu hier.
Zu dieser Mischpoke gehörte er ganz bestimmt nicht: Reinaldo Arenas
Ich empfehle dazu dringend die Lektüre der Bücher von Reinaldo Arenas.
Seltsamerweise werden auch in deutschen Medien 2007 zum 40. Todestag des Argentiniers solche Zusammenhänge kaum erwähnt, bzw. verschwiegen. Che als Fashion-Opium für´s fernsehverblödete Volk ?
Massenpsychologisch trägt die Che-Verehrung natürlich schwerst katholische Züge. Sie wird, interessanterweise nur begrenzt, (Manche Kubaner sagen, Fidel hätte Che nach Bolivien geschickt, damit er ihn nicht selbst ausschalten musste) von einem System gefördert, das 2006 viel von Nationalem Sozialismus spricht. Klingelt da was ?