Sprich, wenn's wehtut !

Geld zerfällt …

Gerade im Radio gehört: Euro-Scheine lösen sich auf. Ernsthaft, jetzt. Euroland steht vor einem Rätsel !
Mir gefällt das Bild …
geldscheinev.gif

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Die analoge Bohème ?

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Illustration: Petr Zubek

Wenn euch in Düsseldorf ein gut, aber seltsam gekleideter Mann mittleren Alters über den Weg läuft, der einen südwestasiatischen Eindruck macht, seht genauer hin. Rote Schuhe, rote Socken, Hochwasser-Hose ?

Wenn ja, kann’s nur einer sein: Ignatious Joseph. Der Mann hat sich vom Kofferträger in einem Hotel in 9 Jahren zu einem Top-Modeschöpfer gemorpht. Weltweit und nur bei den feinsten Adressen gibt´s seine Hemden, Blusen und Krawatten.

Hier die angemessen gestaltete Site seines 1997 gegründeten Labels IGN.

Da das Düsseldorfer Modehaus Heinemann an der Kö schließt- gibt’s für Leute, die bis zu 250 Euro für ein Hemd von IGN ausgeben wollen, keinen Retailer mehr in der Stadt. Erst in Aachen und Bonn sind die nächsten Geschäfte.

Bemerkenswert ist die Philosophie des aus Sri Lanka stammenden Exzentrikers.
Einerseits sagt er sowas:

“Es ist doch alles ein großer Bluff”

Andererseits läßt er in der Schweiz und in Italien fertigen, also Hochpreisländern. Er hat sich selbst zur Marke gemacht, am Anfang geblufft und es doch geschafft. Fast zu schön um wahr zu sein. Auf alle Fälle interessant. Mal sehen ob auch er tiefer in die Web-Ökonomie einsteigt, wenn der Wirtschaftswandel so weitergeht. Übrigens, seine Hemden werden auch schon in Thailand gefaked. Die Adelung für jede Modemarke …

Die Presse über diesen modernen Münchhausen: 1, 2, 3, und 4

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Wundersame Warenwelt !

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Small, but beautiful !
In Netz gibt es den Flickensalon, die kleine Marie , die kleine, aber gute Gesellschaft und auch das kleine Warenhaus, das kleine Geschäft für den Bürobedarf und den kleinen Versand. Fast alle sind in Düsseldorf, oder haben hier angefangen.
Ich wünsche den Damen & Herren viel Erfolg !

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Wer’s wissen will …

Schweizer Site gibt Auskunft :
Das verdienen Fussballstars am Tag. Runterscrollen und auf VERGOLDETE FÜSSE klicken.

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sab-weh !

Laufend macht irgendwo eine neue Subway-Filiale auf. Die Imagekampagnen laufen … und zwar in die Richtung “Gesünder als Junk-Food”. Hier mal was anderes dazu.
Solche Poster fände ich auch bei uns mal angebracht. Besonders gut finde ich den Absatz mit der Einstiegsdroge für Starbucks etc.
Ich ziehe ja definitiv McDo vor, wenn ich mir was lecker-schlechtes tun will !
Im Land der Baguettes sind sie auch.
Und hier der aktuelle PR-JUNK zum Thema.
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Copy ? Right !

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An welchen Song von Jimi Hendrix soll dieses Bild erinnern ?

Wie mancher doch ganz kleinlaut wird.
Andere machen was draus !
Nach der Lektüre musste ich erstmal zum Strand, ein Photo machen. Dann Webrecherche.
Keine Spur von Anpassung an gemeinsame europäische Gesetzesnormen – Das Urheberrecht. Frankreich bleibt halbwegs freiheitlich, in England macht mangels vorhandener Paragraphen die Musikindustrie das Gesetz. Deutschland wird sich wohl eher der angelsächsischen Vorgehensweise anschließen.

Statt zu jammern und nach einem Anwaltsschreiben bleich zu werden wie ein Kind in der Geisterbahn wäre hier der Moment einer wirklich spannenden juristischen Auseinandersetzung. Wie wär’s z.B. mit einer Sammelklage gegen die Verletzung der künstlerischen Freiheit, wenn Leute abgemahnt werden, die ein Karaoke-Video (d.h. irgendwer benimmt sich vor laufender Kamera höchst albern zu irgendeinem vorhandenen Musiktitel) bei Youtube eingestellt haben ?

Oder zumindest mal sowas, vorgeschlagen von Johnny Spreeblick ?

Währenddessen kopiert ganz Asien alles und mit jedem Recht.
Wir haben auch keine Lizenzgebühren an China fürs Papier, an die Araber für die Zahlen etc. gezahlt. Geschichte ist ein dynamischer Prozess – und Copyrights kommen und gehen wie die Gezeiten – wir erleben es jeden Tag und wollen’s doch nicht wahrhaben…

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Der Elch will durch die Tür: Ikea in Japan

Am Tag unserer Abreise las ich in der Japan Times von IKEAs zweitem Anlauf in Japan. Nach allem, was ich dort so erlebt habe, wäre es ein Wunder, wenn’s da jetzt plötzlich fluppt. Die Japaner haben tatsächlich ein sehr hohes Qualitätsbewußtsein, kleine Wohnungen und sind Service gewohnt. Geschweige denn die ästhetischen Befindlichkeiten im Land von Kirschblüte, beheizten Toiletten und Tatami. Im Spiegel heisst es, bei der Eröffnung letzte Woche sei der Laden gestürmt worden. Ja klar, denke ich, denn eins sind die Leutchen dort auch: wahnsinnig Novelty-versessen. Und der schmachvolle Rückzug IKEAS 1986 ist vielleicht schon vergessen. Meine Zweifel am Erfolg des Elchen nährt insbesondere der Umstand, dass keinerlei speziell für Japan entwickelte Möbel, sondern nur 7500 der 10000 IKEA-Produkte angeboten werden. Was ich, ob der unterstellten Redundanz, als Japaner schon mal ganz schön beleidigend fände. Mein Tipp für den CEO in Japan, Tommy Kuhlberg (sic!) : überzeuge Chef Ingvar Kamprad davon, ganz schnell eine Extra-Produktlinie für Japan in Japan designen zu lassen und diese bei Erfolg auch weltweit in allen anderen Fillialen anzubieten. Aber da der Tommy wohl kaum diesen Blog liest, wird’s wohl kaum was damit werden. Was nicht weiter schlimm ist, denn die Billiglohnländer , in denen IKEA seine Sachen fertigen lässt, haben schon genug Aufträge …

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