Nuclear Redemption Song
Wo! Have no fear for atomic energy,
‘Cause none of them can stop the time.
Bob Marley, Redemption Song
In den letzten Tagen viel gelesen und gehört zu AKWs in Deutschland.
Und langsam reicht’s. Es gibt scheinbar keinen, aber auch gar keinen Grund sich in Deutschland mit Atomstrom zu versorgen.
Ein Fachjournalist hat heute auf WDR5 einiges zusammmengetragen.
Hier der Podcast
1.Deutschlands Atomstromanteil liegt bei 20%. Darauf ist leicht verzichtbar. Denn:
Laut Bundesnetzagentur lassen wir pro Jahr durchgängig 25% unseres Stromerzeugungsvermögens brachliegen.
2.Deutschland ist Netto-Strom-Exporteur!! Also unabhängig von anderen Ländern.
(WIR MÜSSEN ALSO AUCH NICHTS AUS FRANKREICH IMPORTIEREN, FRAU MERKEL!)
3.Die meisten Länder dieser Welt kommen ohne Atomstrom aus. Auch “entwickelte” Länder.
4. Global liegt der Anteil an Atomstrom bein 6-7%. Redundant also, oder?
Dinge, die bei mir im Lauf der Zeit hängengeblieben sind:
Klimaschutz: Beim Abbau der für die Kernreaktion nötigen Brennstoffe wird jede Menge CO2 freigesetzt. Ist also nicht “klimaneutral.”
Katastrophengefahr: Der Abfall ist ein Riesenproblem für tausende Jahre. Es gibt bisher keine Lösung dafür. Vielleicht das absolut beste, weil jedermann einleuchtende Argument gegen diese Technologie.
Politik:Europa entledigt sich u.a. beispielsweise seines Atommülls vor der Küste Somalias. Kein Staat, keine Kontrolle!
(but : Ol’ pirates yes they rob I, sold I to the merchants ship)
Selbst wenn es 100% sichere Kraftwerke gäbe- die es logischerweise nicht geben kann, da nichts jemals 100% sicher ist, hätten wir immer noch das Abfallproblem. Too much risk for NO FUN!
Die ganze Herangehensweise von Politik & Wirtschaft ist sooo 20 Jhd. Obwohl der eine oder andere schon weiter ist (Röttgen scheinbar) ist die Lobby so stark, das der Mehrheitswille der Bevölkerung (>70% dagegen!) seit Jahrzehnten ignoriert wird
und selbst die Lügen-PR & die Vertuschungen der Nuklearindustrie folgenlos blieben.
There is more than one alternative.
Muss sein.
Die Schule der Diktatoren, reloaded.
Erich Kästner 1956 über sein Stück “Die Schule der Diktatoren”
Dieses Buch ist ein Theaterstück, und zwar, wollte man es etikettieren, eine Haupt- und Staatsaktion. Eine blutig burleske Diktatur wird durch eine tugendhafte Rebellion beseitigt. Dann wird der Rebell ermordet, und die nächste Diktatur etabliert sich. Er war für sie nur das Vehikel. Er war ihr Trojanischer Esel. – Zwei Regierungen waren gestürzt, und beide nach den klassischen Regeln des Staatsstreichs. Doch zu den alten gesellen sich neue Methoden. Auch der Bürgerkrieg kennt moderne Waffen. Sprach früher ein Tribun zu fünftausend Männern, so sprach er zu fünftausend Männern. Spricht er heute zu zehn Millionen, so spricht er entweder zu zehn Millionen oder, wenn in der Tonkabine an einem Kopf gedreht wird, zu niemandem. Er ist besiegt und weiß es nicht. Er glaubt zu leben und ist tot.Die Technik des Statsstreichs hat mit dem Staatsstreich der Technik zu rechnen.
Dieses Buch ist ein Theaterstück und hat ein Anliegen. Der Plan ist zwanzig Jahre alt, das Anliegen älter und das Thema, leider, nicht veraltet. Es gibt chronische Aktualitäten.
Von diesem klarsichtigen Autor wurden übrigens bekannterweise im 3.Reich Bücher verbrannt. Weniger bekannt ist:
1965 fand in Düsseldorf eine weitere Bücherverbrennung seiner Werke statt – organisiert vom “Evangelischen Jugendbund für entschiedenes Christentum”.
Ein ewiges TRUISM: Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Dikatur auf.
Für erhellendes LESEN, auch unsere Gegenwart 2011 betreffend, empfehle ich Das grosse Erich Kästner Buch


