Sprich, wenn’s wehtut !

Vrooooom!

Ja, sind wir den in Kerpen ?
Als Freund der Pflanzenprojekte Tita Gieses war ich erstaunt zu erfahren, dass die neue Gocart-Bahn am Stresemannplatz auch auf ihrem Mist gewachsen dazugehört. Denn in der Bahnhofsgegend wird gerne mal der tiefergelegte Chromfelgen-Golf Gassi gefahren. Ich wette, dass noch in diesem Sommer einer der Fahrer eben jener Geschosse meint, wegen der Seitenbegrenzung aus Autoreifen (weich !) scharf in die Kurve gehen zu müssen und so das Kunstwerk und er selbst Schaden nimmt. Außerdem kommt zur Zeit, soviel ich weiss, kein berühmter Rennfahrer aus Düsseldorf und somit ist auch eine Hommage nicht eben naheliegend. Dazu das Klima im April… Strange days indeed!

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Das Leben als Umweg zwischen nichts und nichts

Der Titel des neuen Albums der Kiesgroup. Und das live im Hitsville-Plattenladen, am frühen Samstagabend. Davor das Kaarster Einmann-Pfandhaus Orchester Daniel, der seinen Song “Fanta und Kotze” schon live im Center TV gab. Wahrlich subversiv, das. Überhaupt, Kotze ist gerade sujet-mäßig sowas von en rigeur. Auch auf der (Wirklich!) großartigen Kiesgroup-CD wird sich übergeben. Die kompletten Lyrics meines Lieblingstracks Kannibale:

Ich möcht ein Kannibale sein, um dich auszukotzen.

Hier der Opener des Gigs, der nicht gerade selten gecoverten Harpers Bizarre- Nummer Witchi Tai To (Im Original übrigens vom Native-American-Saxofonisten Jim Pepper )


Am Montag: Tanz in den Mai mit Kiesgroup & Pawnshop Orchestra in der Datscha, Völklinger Str. 170

Sehr sympathisch auch der Chef des Plattenlabels. Er macht DIY- Merchandising mit Bauchladen !
Wie warme Semmeln !

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Partisanen an den Urnen.

Parteigänger (franz. “Partisans”) der Kandidaten für Frankreichs höchstes Amt schicken einem sowas zu:

Ist er wirklihj so schlimm ?

Oder auch das:

Die Bankrotteuse ?

Die Gallier.

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Tschaka Bummm!

49 Euro VK/ 65 Euro AK waren mir schlicht zu teuer für das Khaled – Konzert. Bin also nicht dahin, sondern zum Blogstammtisch. Andere sind ohne Tickets, aber mit viel bad behaviour dort aufgelaufen, so dass über die Veranstaltung bisher leider nur DIES in der Presse zu lesen war.

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Oh Mai!

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Die Sexy Pistols on Tour. Sound & Infos waren wo nochmal ? Hier.

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Die Hoheit über den Stammtisch …

El Rep, ein Saxophon und ein Selbstdreher.
... hatte wie immer die LU. Zum ersten mal da war Rainer und der sacht auch was dazu. Die Fotos machte der junge Mann mit der Nikon oben.
Genug der Idiosynkrasien und der Selbstreferrenz.

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Kindergarden Porn

Warum Popkultur heute nur noch was für retardierte Klemmis und orientierungslose Dummbatze ist, führt uns der Popkulturjunkie hier vor. Deutschland, 2007.

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Republique bananière …

Na, von welchem Land ist hier die Rede ?
Es war einmal ein Land, in dem ein Präsident sich vom Volke wählen ließ und wenn es das tat, und das tat es immer, schon 49 Jahre lang, hatte der Präsident sehr viel Macht. Das heißt, er hat das Sagen in der Außenpolitik, in der Verteidigungspolitik, er ernennt das diplomatische Chor, er ernennt sogar den Vorsitzenden des Verfassungsgerichtes. Er kann Gesetze rückgängig machen und dem Parlament sogar Gesetze aufzwingen. Er kann den Premierminister entlassen, er kann die Nationalversammlung auflösen und zu Neuwahlen aufrufen. Manche würden sagen, das ist bestimmt keine Demokratie und das Volk müsste eigentlich aufbegehren. Aber wie das in Banananrepubliken nun mal so ist, müsste man die Frage stellen, ob die Bevölkerung moralisch erheblich besser ist als ihre Führer. Denn das Volk sagt: Was der darf, darf ich auch. Also arbeiten eigentlich alle auch schwarz, vieles geht mit Schmiergeld oder eleganteren Formen der Zuwendung besser und: Manchmal ist der Fisch ja froh, dass er am Schwanze stinken darf, weil er am Kopfe stinkt. Es gibt keinerlei Transparenz, die Ausgaben für den Präsidentenpalast sind ein Staatsgeheimnis und selbst die Kuverts mit Geld, die der Präsident verdienten Freunden seines Landes jedes Jahr schenkt, unterliegen keiner staatlichen oder fiskalischen Kontrolle. Da wird selbst der Kohl neidisch, oder?

Und Pressefreiheit wird gaaaanz anders als zum Beispiel in Russland ausgehebelt. Denn: Sogar die Direktoren der großen Fernsehanstalten werden zwar nicht direkt vom Präsidenten eingesetzt, aber sind sehr nahe Freunde von ihm. Die politische Beeinflussung aller Medien hat hier ein Maß erreicht, das man sich in Deutschland gar nicht vorstellen kann, und zwar nicht nur die politische Beeinflussung der Medien, es geht auch bis in die Kunst. Also selbst der Direktor eines Theaters ist entweder links oder rechts. Denn alle, ganz gleich ob “rechts” oder “links” waren auf den gleichen Schulen, kennen sich von klein auf und bestimmen später die Geschicke dieses Landes. Dieses Land, es nennt sich sogar Republik, ist eine bizarre Mischung aus Feudalismus 2.0 und Kommunismus 2.0. Und trotzdem in aller Welt beliebt. Weil alle Welt den Selbstbetrug der Bürger dieses Landes für eine gelungene Selbstdarstellung hält. Und den Präsidenten für einen charmanten Lebemann. Dabei ist die Bevölkerung gleichzeitig lebensfroh und miesepetrig, menschenrechtsversessen und antisemitisch (Aktuelles dazu.). Egalitär und voller Standesdünkel. Ich lebe auch da und habe seit über 20 Jahren mit diesem Land zu tun. Je mehr ich über dieses Land erfahren habe, desto mehr relativiert sich meine Kritik an Deutschland. Da liegen halt andere Sachen im Argen. Endlich hat mal einer was Deutliches über die Grande Nation und ihre Präsidentendarsteller gesagt: Schafft dieses Amt ab! Mein Respekt für: Benjamin Korn. Hier und Hier.
Alle kursiven Teile meines Textes sind Zitate von ihm.

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Morgen: Bloggerstammtischs Geburtstag !

Zur hoffentlich erfreuten Kenntnisnahme:

Der Stammtisch jährt sich, und das sollten wir auf den Tag genau alle zusammen würdigend begiessen.

Und deswegen am Samstag, den 21.April 2oo7 ab 20 Uhr im „Freiligrath“ Neusser Str. 133 direkt an der Bilker Kirche erreichbar mit der 708, 709, sowie der S-Bahn (Völklinger Str.), natürlich im Séparée.

Bringt mit, macht es öffentlich, ganz wie ihr wollt, Hauptsache es wird voll und spassig, und wer es schafft gibt kurz per Mail Bescheid, wer mit wie vielen kommt, die Kellnerin dankt vorab.

(Via & mehr dazu bei LU)

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Bankside 2007

Wiederaneignung, ephemer.
Letzten Samstag in London: Zur Ausstellung von Gilbert & George in die Tate Modern gefahren. Frühmorgens durch den Eurotunnel (Sonderangebot !) hat’s von Zweitwohnsitz Audresselles in Frankreich knapp 1:45 h gebraucht. Direkt einen Parkplatz gefunden. Parkgebühren & Stadtmaut entfallen am Wochenende. Gut für´s Portemonnaie und die Laune.

Die ständige Austellung in der Tate Modern ist übrigens kostenlos – allein das von HdM zum Museuem umgestaltete Ölkraftwerk in einem der ehemals heruntergekommensten Viertel der Stadt ist einen Besuch wert. Zur Zeit stellt neben G&G auch Carsten Höller aus. Er hat Rutschen gebaut, die besonders den Kindern (auch den größeren – ich sah selbst Großmütter einsteigen!) den Museumsbesuch attraktiv machen. Und… – sehr atmosphärisch – London bei schönstem Wetter um 7 Uhr morgens! Meine Fotos dazu hier.

Auch nach wie vor nett: Die Millenium Bridge. Von den Londonern (deswegen) The Wobbly Bridge genannt, soll damals Architekt Sir Norman Foster auf die Frage Was lief falsch bei der Konstruktion der Brücke ? geantwortet haben: Nichts. Die Leute laufen falsch. Ähnlich arrogant empfinde ich das Gehabe der Rich Kids, die nun das Viertel in ihren Lofts & Restaurants bestimmen. Die Gentrifizierung der Gegend hinterließ bei mir durchaus einen zwiespältigen Eindruck. Dazu empfehle ich die Lektüre der Zeitschrift DU (Ausgabe Mai 2000)

Zum Bild oben:
Von meinem Lieblingsprayer Banksy’s fand ich Spuren nur noch im Museums-shop…

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