Sprich, wenn’s wehtut !

Fuck You!

Wie oft muss ich es denn noch erzählen, schreien, auskotzen: Werbung sucks!

Einer der Kardinalfehler der menschlichen Evolution. Leider waren die Dorfzwerge in Berlin, bis vor kurzem mit sowas (Marketing usw.) noch derart unterversorgt, dass sämtliche mühsam erworbenen Synapsen bei der geringsten Zuwendung der werbetreibenden Industrie unter Elektronenfeuer geraten und die Testikel ihr Restsperma verlieren, wenn jemand mit advertising zu ihnen kommt. Hier und hier kann sich jeder über die fortschreitende Demenz im Bloggersdorf informieren. Nein, es geht nicht um Ausverkauf, Kapitalismus oder ähnlich a priori Dämliches. Sondern um Restwürde. Spreeblick und Lobo fliegen (morgen, jetzt bin ich zu müde) aus meiner Blogroll. (Update, Sonntag: Ich warte noch ein wenig damit. Die Wut ist verflogen, die Ablehnung nicht. Da bin ich ®adical.)
Mit bloggen Geld verdienen? Hey, habt ihr wirklich nichts gelernt?

Jeder, der bloggen kann, hat Zeit. Und Geld. Für einen Rechner, eine Leitung und erst recht für Essen, Miete und Krankenversicherung. Sehr wenige leben von Hartz4 oder Ähnlichem. Die gibt es auch, aber sie beklagen sich nicht (zumindest nicht in ihren Blogs), sondern geben ihre Sicht der Dinge ab. Dafür: RESPEKT.
Andere sind reich und verzichten trotzdem auf’s reicher werden. Auch dafür: RESPEKT.
Ich geh jetzt schlafen.

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Kommentare

  1. [...] Lenny und Karl verfolgen: PR leicht gemacht. Don Alphonso: Nerdcore-Blogger vs. Killerspiel-PRler René Walter Whistleblog: Fuck You! Soziales Buchmarking:These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages. [...]

  2. Batz

    Deine Ablehnung und deine Skepsis kann ich nachvollziehen. Deine Einschätzung von der käuflichkeit des Journalismus kann ich als jemand der selbst aus dem Bereich kommt auch teilweise bestätigen. Je mehr man sich mit einem Thema auskennt, desto schlechter wird einem, wenn man sieht wie es aufbereitet und “verkauft” wird.

    Was ich jedoch völlig anders sehe ist deine These, das Blogger ja im Grunde unangreifbar sein müssten, weil sie es sich ja leisten können zu bloggen. Schön, für die jenigen bei denen es so ist. Natürlich kann man wunderbar angstfrei und unangreifbar sein, wenn man tatsächlich finanzielle Freiheit genießt. Meiner Erfahrung nach und das klang ja auch bei Johnny von Trackback durch, sind Blogger aber sehr oft auch Leute die eben nicht über Kohle verfügen. Sehr wenige Leben von Hartz? Da würd ich mich mal nicht täuschen, wenn ich mir meine Blogroll so angucke, dann sind da, mich derzeit eingeschlossen, so einige drauf die mit Hartz, Bildungskredit, Aushilfsjobs und Löhnen an der Armutsgrenze über die Runden kommen müssen. Da hat das Nachdenken über Werbung dann wenig damit zu tun, ob man sich noch nen Sektschwenker mehr leisten kann, sondern vielleicht damit ob man seine Wohnung halten kann, seine Miete auch in einem jahr noch zahlen kann oder es sich leisten kann mal mit dem Zug seine Freunde zu besuchen. Da sind Beträge über die andere in finanziell gesicherter Lage nur müde Lachen dann durchaus Verlockung. Klar ich verstehe völlig welche Gefahr mit dem Annehmen bezahlter Beiträge und Promo-Aktionen verbunden ist, ich finde es auch wichtig daß die Diskussion jetzt geführt wird (auch wenn ich den Tonfall in dem es meist geschieht eher für kontraproduktiv halte), aber bei allen validen Argumenten die gegen die Werbung sprechen, sollte man nicht so vermessen sein und glauben, daß Blogger generell Besserverdienende sind, die es sich ganz locker leisten können auf Verdienstmöglichkeiten zu verzichten. Und nur weil die Leute in ihren Blogs nicht dauernd rumjammern und vielelicht ihre finanziellen Sorgen nicht an die Große Glocke hängen, heisst es nicht, daß sie darunter nicht leiden und froh wären, wenn sie aus ihrem Hobby Bloggen ein Euro rausschlagen könnten,die die allgemeine Situation verbessern. Da sind 1.400€ plötzlich eine ganze Menge Geld…

  3. Um mal dieses dämliche Podcast von trackback aufzugreifen:
    Sicherlich hat niemand etwas dagegen, seine Unkosten für das Bloggen wieder reinzuholen (ich wäre der letzte der behaupten würde, ich habe es noch nie versucht), aber irgendwo müssen einfach mal die Grenzen sein!
    Spreeblick hatte ich (aus Überzeugung) schon vor langer Zeit und ganz schnell wieder aus meiner Blogroll entfernt, denn Spreeblick ist nach meiner Meinung mittlerweile alles andere als ein reines Blog!
    Überhaupt sind die sogenannten “großen Weblogs” irgendwie uninteressant geworden, da hier das Hobby nicht mehr zu erkennen ist.
    Man kann sehr eindeutig erkennen, dass sich diese Blogger mittlerweile den Kopf zermatern, über was sie noch schreiben können, während auf den richtigen Blogs noch über Allgemeines gebloggt wird!
    Sensationsbloggerei ist bei den großen genauso Standard, wie bei RTL und wie sie alle heissen.
    Kurzum – Don, Jonny und weiss der Geier, wie sie alle heissen, sollten gleich in die RTL-Medienlandschaft wechseln – da wären sie besser aufgehoben und würden sich wahrscheinlich auch so richtig pudelwohl fühlen.
    Und Leute, welche BildBlog und so´n Mist lesen, glauben eh jeden Scheiss, um die Glaubwürdigkeitsansprache mal weiterzuführen…

  4. marc

    @ Batz Vielleicht ist meine Perspektive ein wenig zu global; ich kann nicht anders. In D ist auch ein Sozialhilfeempfänger (noch) mit allen Vorteilen des Lebens in einer entwickelten Industriegesellschaft gesegnet. Insofern sind alle Besserverdienende. Aber gerade jener Gesellschaftsschicht fliegt der Werbedreck zwischen die Ohren und trägt zur Verrohung und Verblödung bei. Ich sehe Blogs eben als Korrektiv dazu.

    @Sven Ich weiß was du meinst ;-)

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